Dienstag, 5. Mai 2026

J.S

Wie der Wertewesten in den letzten 75 Jahren von der Sozialen Marktwirtschaft und „Mehr Demokratie wagen“ sich zu immer totalitäreren Gesellschaften entwickelt und immer kriegsbereiter gemacht wird. Ein Fazit und eine Bilanz. Nach 1945 und den katastrophalen Auswirkungen des 2. Weltkrieges war die Devise „nie mehr Krieg“ und Demokratie das vorherrschende Narrativ – zumindest im sogenannten Wertewesten. In Europa war der Slogan „wir wollen mehr Demokratie wagen“ und „wir geben dem Kapitalismus ein soziales Antlitz“ durch Nachkriegspolitiker wie Bruno Kreisky, Olaf Palme und Willy Brandt die große Hoffnung vieler Europäer auf Frieden und Prosperität mit sozialer Absicherung für alle. Auch wenn es für viele im Wertewesten einige Jahrzehnte bergauf ging, ist das Ergebnis, vor dem wir heute stehen, ernüchternd und bezüglich der Kriegsgefahr eines 3. Weltkrieges (siehe Iran und Ukraine) so groß wie nie seit 1945. Ich sehe die Hauptgründe, die dazu geführt haben, dass der Westen sich nach dem 2. Weltkrieg bis heute von im Wesentlichen allen positiven Ansätzen entfernt hat: Da wäre mal ein verdeckter Postkolonialismus, der zu Kriegen und Sanktionen geführt hat und damit 33 Millionen Zivilisten im Zeitraum von 1971 bis 2022 das Leben gekostet hat. Da ist der Abwurf zweier Atombomben durch den Wertewesten noch nicht mitgerechnet. 75 Jahre Hollywood und eine Presse, die in den letzten Jahren im Westen zu einer Hofberichterstattung verkommen ist, haben ihren Beitrag geleistet, die meisten Menschen blind zu machen für die Völkerrechtsverbrechen der eigenen Regierungen. Der Hollywood-reife Auftritt bei der UNO bezüglich des Irakkrieges – geplant von einer der größten Werbeagenturen und ausgeführt von der 17-jährigen Tochter des kuwaitischen Botschafters –, die Berichterstattung vom Jugoslawienkrieg über angebliche Konzentrationslager, die nicht eingezäunt waren, sind hier nur exemplarisch erwähnt und mit hundert anderen ähnlichen False-Flag-Aktionen multiplizierbar. Es gibt den geflügelten Scherz: Überall, wo der Wertewesten Demokratie und Frauenrechte hinbringt, findet er Öl und Bodenschätze. Afghanistan ist wirklich ein Synonym dafür, wo nach 20 Jahren Krieg die Taliban, die man vertreiben wollte, wieder am Ruder sind, wobei – nur nebenbei gesagt – der Opiumanbau am besten während der westlichen Besatzung funktionierte und die Taliban versuchen, ihn einzudämmen. Warum das so ist, kann sich jeder selbst fragen. Zu den wirtschaftlichen Entwicklungen ist klar erkennbar: Nachdem der autoritäre Kommunismus gescheitert war, hat sich zum Schaden aller die schlimmste Form des Kapitalismus durchgesetzt: neoliberal – und jetzt würde ich sagen eine Art technokratischer, monopolitischer, autoritärer Feudalismus – im Ergebnis, das sich „unsere Demokratie“ nennt. Auch hier zwei Beispiele für die Schere zwischen Arm und Superreich: Die 500 reichsten Menschen auf diesem Planeten verdienen im Jahr so viel wie 3,5 Milliarden Menschen auf diesem Planeten zusammen verdienen. Und unter einem Prozent auf dem Planeten besitzt in etwa die Hälfte des gesamten Vermögens. In den USA ist dies sicher ein Ergebnis der seit etwa 20 Jahren gesetzlichen unlimitierten Möglichkeit von Spenden an Politiker in Wahlkämpfen und dem immensen Einfluss des militärisch-industriellen Komplexes, der Präsidentenwahlkämpfe sponsert, die bis zu 500 Millionen und mehr Dollar kosten. Im Senat und Repräsentantenhaus sind daher über 65 Prozent der politischen Vertreter Millionäre oder Multimillionäre, und welche Interessen diese vertreten, überlasse ich der Phantasie des Lesers. Ein zusätzlich erwähnenswertes Merkmal der sogenannten Vorzeigedemokratie USA ist, dass nicht nur – wie wir seit Snowden wissen – so ziemlich jeder abgehört wird, sondern dass der Präsident der Vereinigten Staaten mit Unterschrift weltweit Menschen töten lässt ohne Verhandlung, ohne Einspruch, mithilfe von Drohnen. Obama hat sogar einen 16-jährigen US-Bürger auf diese Art getötet. Europa, das den USA leider stets in allem als treuer Vasall folgt, ist auf einem ähnlichen Weg, mit kleinen Unterschieden – siehe Schweiz, Dänemark oder Island als Beispiel. Die EU, die als Friedensprojekt gestartet ist, ist mittlerweile der größte Kriegstreiber auf dem Planeten mit starker deutscher Beteiligung, wie könnte es anders sein. Menschen, die Kriegsverbrechen aufklären wie Assange, sitzen dann Jahre in einem EU-Sicherheitsgefängnis, oder sie werden – wie derzeit üblich bei Journalisten, Autoren und Aktivisten, die zur Ukraine eine andere Erzählung haben – von der EU auf eine Sanktionsliste gesetzt, was für die Betreffenden die Auswirkung hat, dass sie wirtschaftlich und sozial vernichtet, zensiert und all ihres Vermögens beraubt werden. Reisefreiheit ist dann auch dahin. Die EU nennt das dann „unsere Demokratie“. Etwas anders als in den USA speist sich die Politik von Parteiförderungen, die auch immer an die Presse der Länder vergeben wird, und Lobbyisten, die auf unterschiedliche Art spenden. Abgestimmt wird nicht nach Gewissen, sondern nach Fraktionszwang – so etwas typisch Demokratisches. Egal worum es geht: Corona, Ukraine, Israel, Iran, CO2 – es wird nur das herrschende Szenario erlaubt. In den Zeitungen, im Fernsehen und Radio gibt es keine unterschiedlichen Meinungen mehr, sondern nur mehr die Narrative, die von den Herrschenden vorgegeben werden. Was abweicht, ist ein Verschwörungserzähler, Nazi, dumm oder wird – wenn er eine größere Reichweite auf einem Podcast hat – gelöscht, zensiert und im Worst Case wie Jacques Baud, ein Schweizer Oberst, auf die EU-Sanktionsliste gesetzt. Mit Internet-Überwachungssystemen wird in unserer Demokratie immer mehr Druck aufgebaut mit dem Ziel, in einer ID alles zu erfassen, um den Einzelnen besser überwachen zu können und ihm seine Existenz zu rauben, wenn er sich nicht fügt. Die Kontrolle und Transparenz, die vom Bürger gefordert wird, versagt komplett bei den Funktionären selbst – siehe Telefonbestellungsvorgänge Pfizer & Co von Ursula von der Leyen. Ich könnte hier noch vieles anführen über den Zustand unseres Geld- und Schuldsystems bis hin zu den unfassbaren Entwicklungen hin zu einem Krieg und der Hetze, die selbst die schlimmsten Befürchtungen von Orwell in den Schatten stellt. Aber angesichts der Tatsache von akuter Kriegsgefahr, die noch absichtlich von der EU und vor allem deutschen Politikern geschürt wird, und einer Rezession und einer im Herbst bevorstehenden Depression, sollten sich zumindest all jene, die Kinder und Enkelkinder haben, und jene, die zumindest ein wenig den Wahnsinn durchschauen, in den uns sogenannte Eliten und ihre Lohnschreiber bzw. abhängigen, gehirngewaschenen sog.Experten treiben wollen, wird es höchste Zeit, auf die Straße zu gehen und alles nur Mögliche zu tun, um nicht in einen Krieg gezogen zu werden und für eine wirklich echte Demokratie und ein soziales, friedliches Miteinander einzutreten. Die Alternative ist unfassbar und jeder der nicht unternimmt zumindest in seinen Möglichkeiten wir sich mitSchuldig machen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen